Seriöse Ausbildung zum Datenschützer


BvD erstellt Marktübersicht zur Datenschutzberater-Ausbildung
Beschwerden über unzureichend qualifizierte Datenschutzberater würden ein trübes Licht auf die Ausbildungsqualität werden


(25.02.11) - Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands e.V. erstellt zurzeit eine Marktübersicht der Anbieter im Bereich der Datenschutzausbildung. Dieser Markt ist seit einigen Jahren derart in Bewegung, dass von einer regelrechten Goldgräberstimmung gesprochen werden kann. Gleichzeitig sind seriöse Ausbildungen Mangelware.

"Zertifizierter Datenschutzbeauftragter in drei Tagen": So oder ähnlich klingen die versprochenen Titel. Es wird nicht nach tatsächlichem Bedarf ausgebildet, sondern mit fantasievollen Titeln bei möglichst kurzer Ausbildungszeit geworben. Damit wird den Teilnehmern, vor allem aber den Unternehmen suggeriert, dass die Ausbildung zum Datenschutzbeauftragten mit einem Computerkurs vergleichbar ist. Ein paar Stunden zuhören und schon ist die Fachkunde im Sack.

Die tägliche Praxis zeigt, dass dies nicht der Fall ist und vor allem die Beschwerden über unzureichend qualifizierte Datenschutzberater werfen ein trübes Licht auf die Ausbildungsqualität.

Der BvD hat zu diesem Zweck dem Ausschuss Fortbildung die Aufgabe übertragen, eine Marktübersicht für Basisausbildungen zum "Datenschutzbeauftragten" zu erstellen. Gegenstand der Übersicht werden vor allem die Ausbildungsinhalte, deren Umfang und die Referenten sein. Aber auch Angaben zu den Kosten sind enthalten.

Damit ermöglicht es der BvD den Unternehmen wie auch dem angehenden Datenschutzbeauftragten (DSB) sich über die Anbieter und das Ausbildungsangebot zu informieren. Weiterhin können Unternehmen vor der Bestellung eines externen DSB die Ausbildungen der Kandidaten vergleichen.

Es werden immer wieder Fragen an den Verband zu derartigen Ausbildungsmaßnahmen herangetragen. Der BvD selbst bietet keine Erstausbildungen zum DSB an und befindet sich daher in einer neutralen Position.

Teilnehmen kann jeder Anbieter: Die Teilnahme an der Befragung, die der Erstellung der Übersicht vorausgeht, ist für jeden Anbieter von Datenschutzausbildungen möglich. Es wird aber erwartet, dass sich vor allem die seriösen Anbieter melden werden und ihre Angaben zur Verfügung stellen. (BvD: ra)

BvD: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Markt / Unternehmen

  • Identitäts-Wallet (EUDI-Wallet)

    Ein breites Bündnis aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und deutscher Kreditwirtschaft setzt sich für die rasche Einführung einer europäischen digitalen Identität ein. In einem gemeinsamen Positionspapier fordern die unterzeichnenden Verbände, darunter Bitkom und der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), klare politische Leitlinien sowie eine beschleunigte Umsetzung für die Identitäts-Wallet (EUDI-Wallet). Eine Wallet ist eine virtuelle Brieftasche, in der verschiedene digitale Dokumente auf dem Smartphone oder Tablet gespeichert werden können.

  • In den Diensten der Rechtsberufe

    Doctrine, Plattform für juristische KI, steigt in den deutschen Markt ein. Das französische Legaltech-Unternehmen bietet seine Lösungen nun auch deutschen Kanzleien, Unternehmen, Behörden und Gerichten an. Doctrine entwickelt KI-Werkzeuge, die auf der Grundlage verlässlicher juristischer Informationen bei der Recherche sowie dem Verfassen juristischer Schriftsätze unterstützen. In Deutschland kooperiert Doctrine dazu mit dejure.org, einer der vertrauenswürdigsten Quellen für juristische Informationen. Doctrine geht hierzu eine strategische Beteiligung an dejure.org ein.

  • Cloud-Souveränität beginnt in Europa

    Wer hat Zugriff auf unsere Daten - und wo sind diese gespeichert? Diese Fragen stellen sich aktuell immer mehr Unternehmen in Europa. Angesichts zunehmender Cyberrisiken und globaler Spannungen wächst das Bewusstsein für digitale Souveränität. Und das zu Recht: Besonders die Zusammenarbeit mit US-Cloud-Diensten führt für europäische Unternehmen immer wieder zu Herausforderungen - sowohl operativ, rechtlich als auch sicherheitstechnisch. Die Bedeutung des europäischen Datenstandorts für Resilienz, Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit ist daher wichtiger denn je. Das gilt gerade für das Vertragsmanagement. Denn hier kommen hochsensible Informationen ins Spiel.

  • Kernkapital geht insgesamt zurück

    Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) und die Europäische Zentralbank (EZB) haben die Ergebnisse ihres regelmäßigen Stresstests veröffentlicht. Seit dem Frühjahr haben sich die Kreditinstitute der Simulation eines Basis- und eines pessimistischen Drei-Jahres-Szenarios mit einem schweren makroökonomischen Abschwung gestellt. Die Ergebnisse werden von der EZB zur Berechnung der individuellen aufsichtlichen Eigenmittelempfehlung der Institute herangezogen. Der Stresstest hatte zuletzt 2023 stattgefunden.

  • Bitkom veröffentlicht Transparenzbericht

    Als erster großer Wirtschaftsverband hat Bitkom einen umfassenden Transparenzbericht veröffentlicht. Er enthält unter anderem detaillierte Angaben zur internen Organisation, Entscheidungsprozessen, Mitgliederstrukturen, Finanzen und Beschäftigten, Kommunikation und den politischen Aktivitäten. Mit dem Transparenzbericht geht Bitkom deutlich über die gesetzlichen Vorgaben hinaus.

Wir verwenden Cookies um unsere Website zu optimieren und Ihnen das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten. Mit dem Klick auf "Alle akzeptieren" erklären Sie sich damit einverstanden. Erweiterte Einstellungen