Big Data: Verbraucher befürchten Nachteile durch Profilbildung - Sammlung und Auswertung persönlicher Daten wird kritisch gesehen Die Einwilligung der Verbraucher in die Datennutzung darf nicht zur Alibiveranstaltung werden
(20.05.15) - 81 Prozent der Verbraucher glauben, dass Profilbildung im Netz mehr Nachteile als Vorteile bringt. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). Die Ergebnisse machen deutlich: Die Bundesregierung und der Rat der Europäischen Union befinden sich mit ihren Vorschlägen, das Datensammeln durch Unternehmen großzügig zu erlauben, auf dem Holzweg.
"Die Vorbehalte gegen das ungehemmte Sammeln und Auswerten persönlicher Daten aus dem Internet sind mehr als vage Ängste. Wenn künftig die eigene Kreditwürdigkeit, Krankenkassenversicherungsbeiträge oder der Preis für ein Produkt davon abhängen, wie ein Computer unser Verhalten beurteilt, bringt das für Verbraucher handfeste Nachteile. Der Profilbildung müssen daher klare Grenzen gesetzt werden. Die Einwilligung der Verbraucher in die Datennutzung darf nicht zur Alibiveranstaltung werden", sagt Klaus Müller, Vorstand des vzbv.
89 Prozent der Verbraucher sind der Meinung, dass Unternehmen persönliche Verbraucherdaten wie Namen, Alter, Suchbegriffe, Hobbies oder auch Kreditkartendaten nicht einfach zu einem Profil zusammenführen, auswerten und für sich nutzen dürfen.
Verbraucherfreundliche Regelungen sind dringend notwendig Die Umfrage stützt die Forderungen des vzbv, der Profilbildung enge Grenzen zu setzen und eine Zweckänderung bei der Verarbeitung von Daten zu verhindern. Das Prinzip der Datensparsamkeit muss erhalten bleiben. Derzeit verhandelt der Rat der europäischen Innen- und Justizminister über die EU-Datenschutzverordnung, im Juni wird eine Entscheidung zu den relevanten Kapiteln der Verordnung erwartet. Auch bei der Verbraucherschutzministerkonferenz der Länder am 6. bis 8. Mai stand das Thema auf der Tagesordnung. (vzbv: ra)
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In Deutschland gehen die Meinungen über generative Künstliche Intelligenz, wie ChatGPT, weit auseinander - Auch die Nutzung im privaten und beruflichen Alltag ist sozial ungleich verteilt. "Diese Unterschiede sind relevant", sagt Professor Florian Stoeckel, der die Studie geleitet hat. "Sie betreffen den Zugang zu Chancen, die digitale Teilhabe und letztlich die Frage, wer die Zukunft mitgestaltet, wenn sich Arbeit und Gesellschaft durch KI verändern."
Produkt auspacken, Anwendung zeigen, Marke vorstellen, Stimmen von zufriedenen Kundinnen und Kunden einfangen: Die Inhalte, die Handelsunternehmen auf ihren Social-Media-Profilen ausspielen, sind vielfältig. Trotzdem fällt es fast der Hälfte der deutschen Handelsunternehmen, die über ein solches Profil verfügen, schwer, regelmäßig Inhalte zu posten (46 Prozent). Hand in Hand damit gehen auch die Erstellung interessanter Inhalte, die ein Drittel der Händler als Herausforderung sieht (34 Prozent), und die kontinuierliche Kanalbetreuung bzw. das Community Management, mit dem etwa ein Viertel zu kämpfen hat (23 Prozent).
Mit Inkrafttreten der EU-Verordnung zur digitalen operationellen Resilienz (DORA) Mitte Januar 2025 stehen Finanzinstitute unter Zugzwang: Sie müssen ihre IT-Sicherheit aufgrund der herrschenden Gefahrenlage entlang eines Katalogs an Maßnahmen auf einen zeitgemäßen Stand der Technik bringen. Eine aktuelle Studie von Veeam Software, dem weltweit führenden Anbieter für Datenresilienz nach Marktanteil, hat bei betroffenen Organisationen den Status Quo bei der Umsetzung abgefragt. Darin zeigt sich: Eine Mehrheit der deutschen Finanzdienstleister hält die hauseigene Resilienz noch nicht für ausreichend. 95 Prozent der über 100 befragten deutschen Unternehmen sehen noch Verbesserungsbedarf, um die Anforderungen zu erfüllen.
Seit einigen Jahren drängen verstärkt Online-Händler auf den deutschen Markt, die zu Niedrigstpreisen Produkte vor allem aus China importieren. Mehr als drei Viertel der deutschen Händler (78 Prozent) fordern deshalb ein Verbot chinesischer Billig-Marktplätze. Aus Sicht von je neuen von zehn Händlern würden sie häufig gegen das hier geltende Recht verstoßen (92 Prozent) und ihre Produkte enthielten oft potenziell gefährliche Inhaltsstoffe (88 Prozent). Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, für die 505 Handelsunternehmen ab zehn Beschäftigten in Deutschland befragt wurden.
Eine aktuelle Studie von Qualys in Zusammenarbeit mit Dark Reading zeigt: Trotz wachsender Ausgaben und zunehmender Relevanz in Vorstandsetagen bleibt das Cyber-Risikomanagement vieler Unternehmen unausgereift. Der Grund: Der geschäftliche Kontext fehlt.
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