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Fundierte risikoangepasste Entscheidungen treffen


IT Risk Management: Wie die IT mit langfristigen und strategischen Investitionen auch in schwierigen Zeiten das Tagesgeschäft unterstützen kann
KPMG: "IT muss ihren Wertbeitrag deutlicher zeigen" - IT-Governance-Forum, 22. und 23. Juni 2009, Sheraton München Arabellapark


(31.03.09) - Eine konsequent umgesetzte IT-Governance hilft Unternehmen, ihre Geschäftsprozesse und ihre IT-Strategie aufeinander abzustimmen. Und ist damit laut Markus Gaulke von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG gerade heute unverzichtbar: "In Krisenzeiten muss die IT ihren Wertbeitrag umso deutlicher zeigen, sei es bei der Erfüllung von Anforderungen aus den Fachabteilungen, der Unterstützung von Unternehmenszielen oder der Sicherung der IT-Qualität."

Das diesjährige IT-Governance-Forum am 22. und 23. Juni 2009 in München (Veranstalter: IIR Deutschland) zeigt, wie die IT mit langfristigen und strategischen Investitionen auch in schwierigen Zeiten das Tagesgeschäft unterstützen kann. Referenten von Eon IS, Volkswagen, Helvetia Versicherungen, Vodafone und RWE IT berichten, wie Governance-Strukturen in Zeiten von Globalisierung und Outsourcing gestaltet werden sollten, um den größtmöglichen Nutzen aus einer IT-Governance zu ziehen. Globale Governance-Strategien und Steuerungsmöglichkeiten der IT stehen ebenso auf der Agenda wie Systeme und Kennzahlen für das IT Risk Management und aktuelle Standards und Normen. Das Programm ist abrufbar unter: www.iir.de/pr-it-governance09

Als Vorstandsmitglied des Berufsverbands ISACA Germany Chapter e.V. (Information Systems Audit and Control Association) stellt KPMG-Manager Gaulke ein neues Risk IT Management-Framework vor: "Das IT Risk-Rahmenwerk der ISACA unterstützt Unternehmen, IT-Risiken in das Management der Unternehmensrisiken zu integrieren, fundierte risikoangepasste Entscheidungen zu treffen und mit IT-Risiken angemessen umzugehen. Durch seinen prozessorientierten Ansatz ist das Framework für jedes Unternehmen anwendbar", so Gaulke vorab gegenüber dem Veranstalter IIR Technology.

Dr. Stephan Fingerling von Volkswagen beschreibt die globale Systemstandardisierung im Wolfsburger Automobilkonzern. Warum die Schweizerischen Bundesbahnen die Wertbeitragsorientierung als Grundlage ihrer neuen IT-Strategie wählten, erläutern Ruedi Flückiger (SBB) und Astrid Blechschmidt (beck et. al projects). (IIR Deutschland: ra)


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Meldungen: Markt-Nachrichten

  • Massiver Datenschutzverstoß

    Vierzehn Menschenrechts- und Digitalrechtsorganisationen - darunter auch die Deutsche Vereinigung für Datenschutz e.V. (DVD) - starteten, koordiniert von Liberties, die Kampagne #StopSpyingOnUs, indem sie gleichzeitig in neun EU-Ländern bei ihren nationalen Datenschutz-Aufsichtsbehörden Beschwerden gegen illegale Verfahren der verhaltensorientierten Werbung einreichen. Zu den Ländern, die an der Kampagne teilnehmen, gehören Deutschland, Belgien, Italien, Frankreich, Estland, Bulgarien, Ungarn, Slowenien und die Tschechische Republik. Dies ist die dritte Welle einer Kampagne, die 2018 begann. Die ersten Beschwerden wurden bei den britischen und irischen Datenschutzbehörden eingereicht.

  • Tausende Briefkastengesellschaften vorgehalten

    Seit drei Jahren ermittelt das Bundeskriminalamt im Auftrag der Staatsanwaltschaft München I wegen des Verdachts der Geldwäsche gegen insgesamt drei Beschuldigte. Ab 18.02.2019 erfolgte die gleichzeitige Beschlagnahme von vier Immobilien in Schwalbach am Taunus, Nürnberg, Regensburg und Mühldorf am Inn im Gesamtwert von rund 40 Millionen Euro. Daneben wurde ein Konto bei einer Bank in Lettland mit einem erwarteten Guthaben in Höhe von ca. 1,2 Millionen Euro beschlagnahmt, welches aus der Veräußerung einer weiteren Immobilie in Chemnitz herrührt. Zusätzlich wurde die vorläufige Sicherung von Kontoguthaben bei diversen Banken in Deutschland auf der Grundlage von Vermögensarresten in Höhe von ca. 6,7 Millionen Euro bei zwei beteiligten Immobiliengesellschaften in Deutschland veranlasst.

  • Korruption: Dunkelfeld weiterhin sehr groß

    Das Bundeskriminalamt (BKA) hat 2017 einen Rückgang der Korruptionsstraftaten registriert. Wie aus dem veröffentlichten Bundeslagebild Korruption hervorgeht, nahm die Zahl dieser Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent auf 4.894 ab. Damit wurde 2017 die niedrigste Anzahl von Korruptionsstraftaten seit fünf Jahren gemeldet. Das BKA führt diese Entwicklung unter anderem auf etablierte Compliance-Strukturen in Unternehmen und Behörden sowie auf die damit verbundene Sensibilisierung der Mitarbeiter zurück. Einen Grund zur Entwarnung liefern die Zahlen indes nicht: Nur ein Teil aller begangenen Korruptionsstraftaten wird polizeilich bekannt. Das Dunkelfeld wird weiterhin als sehr groß eingeschätzt.

  • Organisierte Kriminalität ist transnational

    "Die Organisierte Kriminalität hat viele Gesichter und Betätigungsfelder. Damit ist und bleibt das Bedrohungs- und Schadenspotential, das von Organisierter Kriminalität ausgeht, unverändert hoch", so BKA-Präsident Holger Münch bei der heutigen Pressekonferenz im BKA-Wiesbaden zur Vorstellung des Lagebildes Organisierte Kriminalität 2017. Die Gesamtzahl der Ermittlungsverfahren gegen Gruppierungen der Organisierten Kriminalität liegt auf unverändert hohem Niveau: 2017 wurden 572 OK-Verfahren registriert (2016: 563). Rund 1/3 der OK-Gruppierungen ist im Bereich der Rauschgiftkriminalität (36,2 Prozent) aktiv. Damit ist und bleibt Drogenhandel das Hauptbetätigungsfeld von OK-Gruppierungen, gefolgt von Eigentumskriminalität (16,4 Prozent). An dritter Stelle findet sich Wirtschaftskriminalität (11,0 Prozent). Der polizeilich erfasste Schaden lag 2017 bei rund 210 Millionen Euro (2016: rund 1 Mrd. Euro).

  • Finanzermittlungen der Ermittlungsbehörden

    Der FIU-Jahresbericht für das Jahr 2016 verzeichnet mit rund 40 Prozent die höchste Steigerungsrate an Geldwäscheverdachtsmeldungen innerhalb der letzten 15 Jahre. Insgesamt 40.690 (2015: 29.108) Verdachtsmeldungen nach dem Geldwäschegesetz wurden an die FIU übermittelt, der Großteil davon von den Kreditinstituten. Mit 38 Prozent (2015: 32 Prozent) sind die meisten Bezüge zum Deliktsbereich Betrug festgestellt worden. Darunter fallen zum Beispiel auch der Warenbetrug über das Internet und der CEO-Fraud. Durch die Erkenntnisse, die direkt aus den Verdachtsmeldungen gewonnen werden konnten und den anschließenden verfahrensunabhängigen Finanzermittlungen stellten die Ermittlungsbehörden insgesamt Vermögenswerte von rund 69, 8 Millionen Euro sicher. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr.

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