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Kommerz darf nicht vor Kinderschutz gehen


Merk zu Plänen, Facebook für Kinder zu öffnen: "Wenn Facebook jetzt auch offen auf Kinder abzielt, zeigt das in erschreckender Weise, wie der Kommerzgedanke das System beherrscht"
Um mit der Werbung und den vielfältigen Angeboten in solchen Netzwerken umgehen zu können, bedürfe es einer erst zu erlernenden Medienkompetenz und einer Lebenserfahrung


(13.06.12) - Bayerns Justiz- und Verbraucherschutzministerin Dr. Beate Merk lehnt aktuell bekannt gewordene Pläne von Facebook, die Altersgrenze für die Aufnahme in das Netzwerk unter 13 Jahre zu senken, klar ab: "Wenn Facebook jetzt auch offen auf Kinder abzielt, zeigt das in erschreckender Weise, wie der Kommerzgedanke das System beherrscht", so Merk. "Das sagt viel über den Geist, der dahinter steckt."

Um mit der Werbung und den vielfältigen Angeboten in solchen Netzwerken umgehen zu können, bedürfe es einer erst zu erlernenden Medienkompetenz und einer Lebenserfahrung, die im Durchschnitt bei unter 13-Jährigen einfach noch nicht vorhanden sei. "Welches Kind wird zum Beispiel auf Dauer der Versuchung widerstehen können, eine der zahlreichen Spiele-Apps herunterzuladen", sagte Merk. Der Ansatz von Facebook, die Konten der Kinder mit den Accounts der Eltern zu verknüpfen, sei nur ein Feigenblatt.

"Ganz allgemein und unabhängig von Facebook verfolge ich die Linie: Minderjährigenschutz muss auch im Internet gelten", so Merk. "Deshalb unterstütze ich nachdrücklich die Forderung meiner Kollegin Aigner, dass auch Facebook ihre Anstrengungen verstärken muss, den Schutz von Kindern und Jugendlichen zu verbessern, statt sich mehr oder weniger unverbrämt diesen neuen Markt zu erschließen." (Bayerisches Justizministerium: ra)


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