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Verbesserung der Lebensqualität


Medizinprodukte: Hochrangige Konferenz über innovative Gesundheitsversorgung
Überwindung der Herausforderungen im Bereich der Gesundheitsversorgung


(25.03.11) - Tagtäglich tragen Medizinprodukte entscheidend zur Verbesserung der Lebensqualität von Millionen EU-Bürgern bei. Vom einfachen Verband bis hin zu hochentwickelten lebensunterstützenden Produkten: Medizinprodukte spielen eine maßgebliche Rolle bei der Diagnose, Prävention, Überwachung und Behandlung von Krankheiten und erleichtern Personen, die an einer Krankheit oder Behinderung leiden, das Leben.

Der für Gesundheit und Verbraucher zuständige EU-Kommissar John Dalli und der ungarische Staatsminister für Gesundheit, Miklós Szócska, haben in Brüssel gemeinsam eine hochrangig besetzte Konferenz zum Thema "Exploring innovative healthcare – the role of medical technology innovation and regulation" (Erforschung innovativer Gesundheitsversorgung – die Rolle der medizin-technologischen Innovation und der Rechtsetzung) eröffnet.

Sie riefen zu Verbesserungen des Innovationsprozesses auf, damit sichere, lebensrettende und lebensverbessernde medizinische Geräte den europäischen Patienten und Verbrauchern so schnell wie möglich zur Verfügung gestellt werden können. Die Ergebnisse der Konferenz sollen in konkrete Initiativen einfließen, insbesondere in die jüngst ins Leben gerufene Europäische Innovationspartnerschaft und die geplante Überarbeitung der Rechtsvorschriften über Medizinprodukte.

Kommissar Dalli sagte dazu: "Patienten in Europa haben das Glück, dass ihnen die modernste medizinische Technologie zur Verfügung steht. Europa sieht sich jedoch vor großen Herausforderungen sowohl gesellschaftlicher und demografischer Art als auch im Bereich der öffentlichen Gesundheit, auf die wir mit innovativen Lösungen reagieren müssen. Innovation hält unsere Wirtschaft am Leben und ist die Antwort auf die Bedürfnisse von morgen – sie ist unverzichtbar."

Die Konferenz stellt dabei ein Follow-up der 2009 angestoßenen Untersuchung über die Zukunft des Medizinprodukte-Sektors dar; anlässlich dieser Untersuchung hatten die Interessenträger (Patienten, Verbraucher, Angehörige der Gesundheitsberufe, Versicherungsträger und Vertreter der Medizinprodukte-Industrie) die Notwendigkeit einer klaren, politischen Vision für die Rolle des Medizinprodukte-Sektors in der Gesundheitsversorgung und der Wirtschaft betont.

Minister, Mitglieder der Europäischen Parlaments und Leiter der für Medizinprodukte zuständigen europäischen Agenturen mit Vertretern der Patienten, Verbraucher, Versicherungen, Medizinprodukte-Industrie und Angehörigen der Gesundheitsberufe führten eine politische Diskussion auf höchster Ebene. Der Schwerpunkt der Diskussion lag auf der Frage, wie die Innovation in der Medizinprodukte-Industrie Europa bei der Überwindung der Herausforderungen im Bereich der Gesundheitsversorgung unterstützen kann.

Am Nachmittag wurde die Diskussion auf eher technischer Ebene fortgeführt; dabei ging es um die EU-Rechtsvorschriften über Medizinprodukte und darum, wie diese Rechtsvorschriften angepasst werden können, damit es Herstellern ermöglicht wird, lebensrettende und lebensverbessernde Geräte so schnell wie möglich in Verkehr zu bringen, dabei aber die Sicherheit aller auf dem europäischen Markt befindlichen Medizinprodukte gewährleisten.

Was sind Medizinprodukte?
In unserem täglichen Leben sind wir von Medizinprodukten umgeben, von der Kontaktlinse bis zum Beatmungsgerät. Sie helfen uns bei der Bewältigung von Krankheiten oder der Versorgung von Verletzungen, sie ersetzen oder unterstützen anatomische Strukturen oder physiologischen Funktionen. Zu dieser Produktgruppe gehören, um nur einige Beispiele zu nennen, Instrumente, Implantate, Maschinen und Software. Für die Entwicklung der Gesundheitsversorgung sind sie von zentraler Bedeutung. Auch im Rahmen der sich uns stellenden Herausforderungen – alternde Bevölkerung, zunehmendes Auftreten chronischer Erkrankungen, Nachhaltigkeit der Gesundheitssysteme usw. – sind sie unverzichtbar.

Weitere Informationen unter:
http://ec.europa.eu/consumers/sectors/medical-devices/index_de.htm und
sanco-cosmetics-and-medical-devices@ec.europa.eu
(Europäische Kommission: ra)


Meldungen: Europäische Kommission

  • Überarbeitung einschlägiger Vorschriften

    Die Europäische Kommission startet eine Aufforderung zur Stellungnahme und eine öffentliche Konsultation, mit denen Interessenträger aufgefordert werden, ihre Standpunkte zur Zukunft der EU-Verfahren für die Anwendung der EU-Wettbewerbsvorschriften zu übermitteln. Auf der Grundlage der Ergebnisse der Evaluierung, die im September 2024 mit der Veröffentlichung einer Arbeitsunterlage der Kommissionsdienststellen abgeschlossen wurde, hat die Kommission beschlossen, das Verfahren zur Überarbeitung der einschlägigen Vorschriften einzuleiten, wobei es insbesondere darum gehen wird, die Vorschriften angesichts transformativer Veränderungen wie der Digitalisierung der Wirtschaft anzupassen. Alle Interessenträger können bis zum 2. Oktober 2025 Stellung nehmen.

  • Überprüfung der Betrugsbekämpfungsarchitektur

    Die Europäische Kommission hat einen strukturierten Reflexionsprozess zur Überprüfung der EU-Betrugsbekämpfungsarchitektur in Gang gesetzt. Die Überprüfung ergänzt die vorbereitenden Arbeiten für den nächsten mehrjährigen Finanzrahmen (MFR). Ziel ist es, einen verstärkten und effizienteren Schutz der finanziellen Interessen der Union zu gewährleisten.

  • Einhaltung von Verpflichtungszusagen

    Die Europäische Kommission hat Vivendi ihre vorläufige Auffassung mitgeteilt, dass das Unternehmen gegen die Anmeldepflicht und das Durchführungsverbot nach der EU-Fusionskontrollverordnung sowie gegen die Bedingungen und Auflagen des Kommissionsbeschlusses vom 9. Juni 2023 über die Genehmigung der Übernahme von Lagardère durch Vivendi verstoßen hat.

  • Marktbeherrschende Stellung

    Die Europäische Kommission hat Verpflichtungsangebote von Corning nach den EU-Kartellvorschriften für rechtsverbindlich erklärt. Die Verpflichtungen räumen die Bedenken der Kommission aus in Bezug auf von Corning geschlossene mutmaßlich wettbewerbswidrige Alleinbezugsvereinbarungen für Alkali-Aluminosilikatglas (im Folgenden "Alkali-AS-Glas"), das hauptsächlich als Abdeckglas in Smartphones und anderen tragbaren Elektronikgeräten zum Einsatz kommt.

  • Zusammenschlusses zwischen KKR und NetCo

    Die Europäische Kommission hat ein förmliches Prüfverfahren eingeleitet, um zu ermitteln, ob KKR & Co. Inc. (im Folgenden "KKR") der Kommission im Rahmen des Fusionskontrollverfahrens zur Übernahme des Unternehmens NetCo unrichtige oder irreführende Angaben übermittelt hat.

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