Dispositionskredite und Zinsobergrenze


Grüne wollen Verbraucher vor überhöhten Überziehungszinsen schützen
Überhöhte Überziehungszinsen sind nach Ansicht der Grünen ein weiteres Beispiel für Marktversagen im Finanzsektor


(07.10.10) - Bündnis 90/Die Grünen fordern die Deutsche Bundesregierung auf, eine gesetzliche Regelung für einen Referenzzinssatz für Dispozinsen und Überziehungszinsen vorzulegen. In einem Antrag (17/3059) spricht sich die Fraktion weiter dafür aus, eine gesetzliche Obergrenze für die Zinssätze bei von den Banken eingeräumten Zinsen festzulegen.

Schließlich seien Maßnahmen zur Verbesserung der verbraucherbezogenen Aufsicht und Marktbeobachtung im Finanzsektor zu ergreifen, fordern die Grünen. Sie begründen ihre Initiative damit, dass seit Jahren Banken und Sparkassen Überziehungszinsen "in nicht nachvollziehbarer Höhe" berechnen würden.

Bei einer bundesweiten Stichprobe hätten die Grünen im August dieses Jahres bei 34 Kreditinstituten Zinssätze von bis 14 Prozent bei eingeräumten Dispositionskrediten und von bis zu 19 Prozent bei geduldeten Überziehungen herausgefunden.

Überhöhte Überziehungszinsen sind nach Ansicht der Grünen ein weiteres Beispiel für Marktversagen im Finanzsektor. (Deutscher Bundestag: ra)


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