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Echtzeit- und historischen Daten konsolidieren


Chancen der EU-Richtlinie MiFID: Finanzinstitute sollten Investitionen zur Verbesserung ihrer Geschäftsstrategie nutzen
Enorme Datenmengen müssen in Echtzeit zusammengeführt werden - Plattform zur effizienten Konsolidierung von Echtzeit- und historischen Daten

(02.01.07) - MiFID (Markets in Financial Instruments Directive) - die neue EU-Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente – wird die europäischen Aktienmärkte verändern und die Abhängigkeit der Finanzdienstleister von ihrer Informationstechnologie erhöhen. Sie bietet ihnen jedoch zugleich die Chance, ihre Geschäftsstrategie und ihren Kundenservice deutlich zu verbessern, wenn sie die notwendigen IT-Investitionen nicht nur reaktiv, sondern offensiv nutzen. Das war die Quintessenz eines Briefings von Sybase, einem führenden Anbieter von Enterprise IT-Infrastruktur und mobiler Software, dem Marktforscher IDC und dem Beratungsunternehmen BearingPoint vor Führungskräften aus der Finanzbranche.

Peter Farley, Managing Director EMEA bei Financial Insights – einem IDC-Unternehmen – sagte, MiFID bedeute den bisher größten Umbruch in den europäischen Aktien- und Rentenmärkten sowie der Anlagenverwaltung. Die Richtlinie werfe zahlreiche Fragen auf: "Wer werden die Gewinner und Verlierer sein? Wird sie die Dominanz der großen Marktteilnehmer verstärken, die in die notwendige Technologie investieren können – oder bleibt Raum für die Anbieter von Nischenprodukten und regionale Experten? Noch sind diese Fragen offen. Aber klar ist: Zu den Gewinnern werden diejenigen zählen, die heute schon in den Startlöchern sitzen."

"Die neuen MiFID-Vorschriften für mehr Transparenz vor und nach dem Wertpapierhandel erhöhen die Anforderungen an die IT dramatisch", betonte Gavin Quinn, Business Development Manager FSI EMEA bei Sybase. "Schon die stetige Beschleunigung der Zyklen durch den zunehmend automatisierten Handel - Algorithmic Trading - stellt viele Finanzinstitute vor erhebliche Herausforderungen. Jetzt müssen sie in Echtzeit eine drastisch wachsende Menge unterschiedlichster Daten zusammenführen, aufbereiten und zur Verfügung stellen: Zeitreihen-, Handels- und Marktdaten sowie Referenzdaten über Finanzinstrumente und deren Anbieter. Wenn sie aber die richtige IT-Strategie wählen, erhalten sie damit auch ein enormes neues Analysepotenzial an Marktdaten, das sie zur Verbesserung ihres Geschäfts und ihres Kundenservices nutzen können."

MiFID ist eines der größten Reformprojekte im europäischen Finanzmarkt. Ziele sind mehr Wettbewerb, besserer Anlegerschutz und geringere Transaktionskosten. Die Richtlinie soll sicherstellen, dass Investoren zu jedem Zeitpunkt eines Wertpapierhandels den besten Rat von ihren Finanzberatern erhalten. Diese müssen vor und nach dem Handel wesentlich mehr Transparenz schaffen und nachweisen können, dass sie das beste Ergebnis für den Kunden erzielt haben ("Best Execution"). Dazu brauchen sie jederzeit Zugriff auf alle relevanten Daten aller Anbieter, die zu dem fraglichen Zeitpunkt das betreffende Finanzinstrument gehandelt haben. Bei Verstößen sieht die Richtlinie empfindliche Strafen vor. MiFiD soll am 1. November 2007 in Kraft treten.

Als Folge von MiFID muss die IT der Finanzinstitute Echtzeitverbindungen zu einer Vielzahl regulierter Märkte aufbauen, insbesondere zu so genannten Algorithmic and Program Trading Engines, die aufgrund hochentwickelter mathematischer Modelle in Sekundenbruchteilen Handelsentscheidungen treffen. Um ihre Entscheidungen abzusichern und belegen zu können sowie Risiken zu erkennen, müssen die Institute in Echtzeit eine Fülle von Live-Handelsaten und anderen, auch historischen Daten über Märkte, Papiere und Handelspartner analysieren. Da sie diese Daten fünf Jahre aufbewahren müssen, explodiert geradezu die Menge an Daten, die sie speichern und jederzeit verfügbar machen müssen. Betroffen sind alle Bankbereiche – Front-, Middle-und Back-Office.

Sybase bietet der Finanzindustrie eine skalierbare Plattform an (Risk Analytics Platform – RAP). Sie konsolidiert große Mengen an Live-Handels- und Tick-Daten (vor allem in ihrer spezifischen Ausprägung als Zeitreihendaten) mit weiter zurückreichenden Referenz-, Risiko- und Handelsdaten und anderen relevanten Informationen. Diese Daten stellt sie Händlern und vielfältigen komplexen Programmen für Handelsentscheidungen, Risikoanalysen, Pre- und Post-Tradeanalysen sowie andere Prüfungen zur Verfügung. Dabei erfüllt sie höchste Performance-Anforderungen. Beispielsweise erfordern Risikoanalysen 120.000 bis 1 Million Einträge pro Sekunde; Pre-Trade-Analysen dürfen 20 bis allenfalls 400 Millisekunden pro Abfrage dauern.

RAP basiert auf der Datenbank Sybase IQ. Diese kann durch spezielle Architekturprinzipien die Abfragegeschwindigkeit um das Zehn- bis Hundertfache steigern und das Datenvolumen auf ein Fünftel bis ein Neuntel komprimieren. Darüber hinaus bietet RAP eine umfassende Datenarchitektur. So kann sie einerseits sehr große Mengen an Zeitreihen-Daten effizient verarbeiten, zum anderen traditionelle relationale Datenmodelle für eine Vielzahl von Analysen unterstützen.

Sybase ist Gründungsmitglied von JWG-IT, einem 2006 gegründeten "Think Tank" für den von der EU bewirkten IT-Wandel in der Finanzindustrie. Ziel ist es unter anderem, durch Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette MiFID schneller, kostengünstiger und besser zu implementieren. Gründungsmitglieder sind - neben Sybase – die IT-Anbieter Golden Gate, Intel und Kurtosys. (Weitere Informationen dazu unter www.jwg-it.eu). (Sybase: ra)


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